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Detlef Grumbach

Detlef Grumbach lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Hamburg. Seit 2018 ist er Rentner und geht nur noch seinen Hobbys nach. In seiner Arbeit als freier Journalist interessierte er sich für Literatur, Alltag & Gesellschaft und schwule Themen. Seit 1992 hat er gemeinsam mit den Kollegen vom Buchladen Männerschwarm darüber hinaus den Männerschwarm Verlag aufgebaut, der heute zu den Salzgeber Buchverlagen gehört. Seit 2014 ist er Vorsitzender der Christian-Geissler-Gesellschaft e.V. , die nunmehr den größten Teil seiner Arbeitszeit in Anspruch nimmt.


Aktuelle Projekte ...

... & vorletzte Arbeiten

kamalatta lesen
Aktuelle Perspektiven auf Christian Geisslers »romantisches fragment«

hrsg. Detlef Grumbach

Christian Geisslers Roman »kamalatta. romantisches fragment« (1988) war in seiner politischen und literarischen Radikalität ein Ereignis. Auf der SWR-Bestenliste kam er auf Platz 3, in Hamburg wurde er mit dem Irmgard-Heilmann-Preis ausgezeichnet, der Autor absolvierte 29 Lesungen in den ersten drei Monaten. Während Teile der Linken den Roman mit Leidenschaft diskutierten, denunzierte Der Spiegel ihn als »das Buch eines Schriftstellers, der wie ein Sprecher der RAF auftritt«.

Nach »Das Brot mit der Feile« und »Wird Zeit, dass wir leben« schloss Geissler mit »kamalatta« seine sogenannte »Trilogie des Widerstands« ab. Der 600-Seiten-Roman handelt von Menschen in den 70er/80er Jahren, die sich gegen die alltäglichen Bedrohungen einer Gesellschaftsordnung wehren, die auf Ausbeutung basiert. Seine Voraussetzungen sind die Lust und die Liebe zum Leben, in einer vielstimmigen Sprache erzählt er von Kämpfen, Niederlagen, kleinen Siegen und Glück. Er fordert Orientierung und Haltung in einer widersprüchlichen Realität ein.

Die äußeren Anlässe dieser literarischen Tour de Force sind Geschichte, doch auch »zwanzig Jahre später hat das Buch erstaunlich wenig Patina angesetzt« (FAZ). Elf aktuelle Lesarten und Perspektiven erkunden, worin die Faszination, Irritation und die Kraft liegen, die von diesem einzigartigen Roman noch immer ausgehen.

Mit Beiträgen von Gerhard Bauer, Dirk Brauner, Johannes Christof, Jan Decker, Detlef Grumbach, Ingo Meyer, Sabine Peters, Pauline Pieper, Jochen Schimmang, Cornelius Schwehr, Klaus Weber und einem unveröffentlichten Lesevorschlag zum Roman von Christian Geissler.


Infos auf der Website des Verbrecher Verlags.


Christian Geissler
Ein Boot in der Wüste

hrsg. von Sabine Peters und Detlef Grumbach

Mit seinem Debüt „Anfrage“ (1960) hat Christian Geissler die westdeutsche Literatur aufgemischt: Er geht der Schuld der Väter am Holocaust nach und greift frontal die „Wir haben von allem nichts gewusst“-Haltung der Adenauer-Ära an.

„kamalatta“ (1988), ein breit gefächertes Panorama des Widerstands in den 1970er/1980er Jahren, war sein letzter literarischer Erfolg. In seinem düster-visionären Roman „Wildwechsel mit Gleisanschluss“ (1996) hat er die aktuelle Situation von Geflüchteten vorweggenommen und das Bild eines nach rechtsaußen abgleitenden Deutschlands gezeichnet.

„Ein Boot in der Wüste“ versammelt Romanauszüge und blitzlichtartige Textsplitter, die Geisslers Werk vorstellen und Appetit auf das Ganze machen. Seine Konsequenz, Radikalität und Zerrissenheit machen es für all jene interessant, die heute über die Notwendigkeit von Widerstand nachdenken.


Infos auf der Website des Verbrecher Verlags.


Nachwort zu "Stephan" -
Roman von Rudolf Hanslian

Rudolf Hanslian war DER Experte für Giftgas und Luftschutz, angefangen von den ersten Giftgaseinsätzen im Ersten Weltkrieg über die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus bis in die junge Bundesrepublik. Politisch hat er sich der rechts-konservative Bildungsbürger und "Fachmann" durchlaviert.

Hanslian war aber auch homosexuell, hielt die Verfolgung der Homosexuellen durch die Nazis für einen Irrtum und geriet doch in die Mühle der Nazi-Justiz - mit einer Verurteilung nach § 175 im Jahr 1937. Nach em Krieg gelang es ihm die Tatsache, 1937 von der Bildfläche verschwunden gewesen zu sein, in der Öffentlichkeit der BRD als Folge seines "Widerstands" gegen die Nazis umzuwerten. So konnte er seine Karriere nach 1945 fortsetzen - unter anderem als Herausgeber der "Apothekerzeitung" und der Zeitschrift "Ziviler Luftschutz".

1941 verfasste er den autobiographischen Roman "Stephan". Mit der Veröffentlichung wird erstmals auch die Homosexualität Hanslians bekannt. Das Nachwort ordnet die zeithistorische Bedeutung von Autor und Werk ein und ergänzt damit die zeithistorische Forschung zu Hanslian um einen wesentlichen Aspekt.

Infos auf der Website von Männerschwarm.


Rezensionen

Detlef Grumbach im Deutschlandfunk und im
Deutschlandfunk Kultur


Auf diesen Seiten außerdem ...

... Informationen über die journalistischen Arbeitsbereiche.

Größerer Arbeiten, meist Rundfunkfeature oder Zeitschriftenbeiträge, sind ziemlich vollständig unter den "Arbeitsbereichen" dokumentiert. Die Links zu den "Manuskripten" führen mal zu fremden Websites (meist DLF oder DLR), mal zu einem Dokument auf dieser Seite. Links zu "MP3" führen stets zu einer der ARD-Anstalten.

Bei "Rezensionen" (Literatur und Sachbuch) wird keine Vollständigkeit angestrebt. Hier finden sich nur aktuelle oder besonders wichtige Arbeiten. (Links zu Manuskripten wie oben.)

Auf dieser Startseite finden sich zusätzlich aktuelle Hinweise und etwas Biographisches.


Biografisches

Geboren 1955 in Detmold, Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Bielefeld, Zivildienst in Hamburg, dann bis 1990 Buchhändler. Journalistische Arbeiten seit 1975, hauptberuflich freiberuflich seit 1990.

Ausgezeichnet mit dem Felix-Rexhausen-Preis des Bunds lesbischer und schwuler JournalistInnen BLSJ 1999 und dem Hans-Strothoff-Journalistenpreis 2008.


Themen: Literaturkritik, Autorenportraits und Kultur, Zeitgeschichte, Wirtschaft & Gesellschaft, Beziehungen, Schwules, Schwulenpolitik, Sexualität und Aids.

Das alles über die Jahre für unterschiedliche Zeitungen und Rundfunkanstalten, heute vor allem für den Deutschlandfunk und das DeutschlandRadio, seit Neuerem auch gelegentlich für die Junge Welt.

Außerdem war er von 1992 bis 2018 Gesellschafter / Geschäftsführer des Männerschwarm Verlags GmbH, Hamburg, und seit 2014 Vorsitzender der Christian-Geissler-Gesellschaft e.V..



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Kontakt/Webmaster: Detlef Grumbach - letzter Update: 18. Juli 2021